Zur Gemeinde in Flemlingen gehören auch die Katholiken aus Böchingen, insgesamt ca. 520. Sie werden vertreten durch den Gemeindeausschuss


Die Gottesdienste werden in der Pfarrkirche St. Alban gefeiert.

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Am 10. und 11. Oktober 2015 wurden die neuen Gremien der Pfarrei Hl. Anna gewählt.
Die Gemeinde hat Susanne Dollt-Kern (1. Vorsitzende), Martina Anselmann (2. Vorsitzende), Claudia Wiß, Michaela Wiß, Bettina Gröner, Sandra Gröner, Elke Weber und Caroline Weber in den Gemeindeausschuss (GA) gewählt.
Im Pfarreirat vertritt Nicole Weber zusammen mit der Vorsitzenden des GA die Gemeinde. Gewähltes Mitglied des Verwaltungsrates - und damit auch Mitglied des GA - ist Joachim Weber.

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Foto der Pfarrkirche St. Alban von Flemlingen

Die Pfarrkirche St. Alban von Flemlingen

Der barocke Kirchenbau der katholischen Pfarrkirche St. Alban entstand an Stelle der früheren Kapelle St. Albani und ist eine Anlage ohne Choreinziehung. Er wurde 1938 im Westen erweitert (Architekt Albert Boßlet); 1980 erfolgte eine Renovierung.
In den bestehenden Bau sind ältere Umfassungsmauern und eine gotische Sakristeitüre integriert.

Kirchengeschichtliche Daten

  • 1279 wurde die Kapelle St. Albani erbaut. Zu dieser Zeit wird Burrweiler mit Flemlingen eine Pfarrei genannt.
  • 20. Juni 1312 wurde die Albanuskapelle durch Bischof Seibold dem Kloster Heilsbruck in Edenkoben gegeben mit der Auflage, einen Kaplan zu unterhalten.
  • 1352 wurde in Burrweiler eine Frühmesse für die Flemlinger Kapelle gestiftet.
  • 1759 wurde an Stelle der alten Kapelle die jetzige Kirche erbaut.
  • 1936-38 wurde sie erweitert und am 10. August 1938 (heutige Kirchweih) geweiht.


Kuriose Merkwürdigkeiten

1781: Der Hochaltar wurde aus der großen Pfarrkirche zu Herxheim bei Landau erworben. Da er zu groß war, wurde er um zwei Aufsätze gekürzt.
Das Bild "Krönung Mariens" wurde auf der linken Seite unter der Empore angebracht, wo es heute noch zu bewundern ist.

31. Mai 1916: Bischof Michael Faulhaber war zur Firmung in Flemlingen und wurde von hier telefonisch ins Hauptquartier nach Bad Kreuznach bestellt, wo ihm mitgeteilt wurde, dass er zum Erzbischof von München ernannt worden sei.

1927: Zwei Figuren, der "Gute Hirte" und "St. Josef" stammen aus dem 17. Jahrhundert. 1927 wurden sie vom Pfarrhausspeicher geholt, vermutlich standen sie einmal über den Seitentüren des Hochaltars. Zu welchem Zeitpunkt sie aus der Kirche entfernt wurden ist ungewiss. Vielleicht 1901 durch den ersten Pfarrer, der mit "dem Alten" aufräumen wollte.


St. Maria mit dem Kinde - eine rheinische Arbeit aus dem 15. Jahrhundert (1440-1460), spätgotisch
Eine alte, gotische Muttergottesstatue wurde von Kaplan Rauch aus Burrweiler als "anstößig und unpassend" empfunden und sollte entfernt und vernichtet werden. Ein Mitglied der Kirchenfabrik (heute: Verwaltungsrat), Martin Minges, rettete die Statue, indem er sie für 30 Mark erstand und sie in einer Nische seines Hauses aufstellte.
1910 wurde die Statue auf den Speicher des Privathauses gebracht, wo sie in Vergessenheit geriet. Kaplan Peter aus Maikammer, der nach Altertümern forschte, hörte von dieser Muttergottesstatue und erkannte sie bei einer Besichtigung als wertvolle Antiquität. Er erwarb sie für 50 Mark vom Kirchendiener Simon Minges.
Pfarrer Kaufmann war zu dieser Zeit schwer krank und dem Tode nahe. Kaplan Peter fotografierte die Statue und stellte das Bild aus. Sofort bot der Antiquitätenhändler Henle in Landau 2000 Mark für die Figur.
Da gingen den Fabrikräten in Flemlingen die Augen auf und die Sache wurde an die "Oberhirtliche Stelle" berichtet. Kaplan Peter wurde aufgefordert, die Statue der Flemlinger Kirche zurückzugeben.

Fotos: "Maria hat geholfen" - Marienaltar in der Kirche St. Alban … am Tag der Einweihung (3. Adventsonntag) zeigte sich die Macht und Güte Mariens an einem Kranken.
Seit Anfang Dezember lag ein junger Bursche krank darnieder, er litt an doppelseitiger Lungenentzündung und Rippenfellentzündung. Der behandelnde Arzt hatte wenig Hoffnung auf Rettung des Patienten und die barmherzige Schwester hatte ihn aufgegeben; zweimal glaubten sie ihn dem Tode nahe. Der Pfarrer und die barmherzige Schwester legten den Eltern nahe, etwas zur Ehre der lieben Mutter Gottes, eine Wallfahrt oder etwas anderes Gott wohlgefälliges zu versprechen. Eine Novene (neuntägige Andacht) wurde in der Kirche öffentlich gebetet und die Eltern versprachen einen Beitrag zur Renovierung der Muttergottesstatue zu leisten.
Und das Wunder geschah! Am Weihetag trat bei dem Patienten eine Wendung zum Besseren ein.
Die Krise war überstanden, der Patient war gerettet.

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